Kiel University
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
CAU - seit 350 Jahren ganz weit oben

Ringvorlesung zur Festschrift: „350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt“

Die Autorinnen und Autoren um Herausgeber und Regionalhistoriker Professor Oliver Auge nehmen Leserinnen und Leser der Jubiläumsfestschrift in über 50 Beiträgen mit auf eine faszinierende Reise durch 350 Jahre Kieler Universitätsgeschichte. Die Ringvorlesung zur Festschrift lädt alle Interessierten ein, verschiedene Aspekte der Geschichte der Landesuniversität in spannenden Vorträgen an ungewöhnlichen Orten mitzuerleben.

Die Ringvorlesung findet jeweils donnerstags, um 19 Uhr, an wechselnden Orten in Kiel statt. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)
Christian-Albrechts-Platz 4
24118 Kiel

Alle Termine im Überblick

8. Oktober, Kieler Rathaus

Oliver Auge
Professor Oliver Auge: „Die Universität feiert: 350 Jahre akademische Festkultur in Kiel“

Feste und Feiern gehören seit jeher zur Geschichte der Universität. Das Spektrum reicht von Feierlichkeiten, die einen universitären Kontext haben wie Absolventenfeiern, bis zu Festen, die an sich wenig oder gar nichts mit der Universität zu tun haben und für die dieselbe nur eine Bühne abgibt, wie zum Beispiel bei Reformationsfesten oder Schlachtengedenkfeiern. In all diesen Fällen dienten und dienen die Feste und Feiern der Sinnstiftung nach innen sowie der Selbstvergewisserung nach außen. Sie sind ganz zu Recht als „Lebensäußerung der Institution“ bezeichnet worden. Der Vortrag gewährt einen Überblick über die Kieler akademische Festkultur von 1665 bis heute.

Ort: Ratssaal im Kieler Rathaus, Fleethörn 9, 24103 Kiel

Parken: Parkmöglichkeiten gibt es rund um das Rathaus auf den öffentlichen Parkplätzen.

Barrierefreiheit: Der Ratssaal ist barrierefrei zugänglich: direkt über die Waisenhofstraße oder mit Fahrstühlen auch vom Rathausplatz aus. Behindertentoiletten sind vorhanden und ausgeschildert.

Kurzvita Professor Oliver Auge

Prof. Dr. Oliver Auge, geboren 1971, 199 bis 1997 Studium der Geschichte und Lateinischen Philologie in Tübingen, 2001 Promotion in Tübingen, 2001 bis 2007 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters in Greifswald, 2008 Habilitation, 2007 bis 2009 Lehrstuhlvertretungen in Greifswald und Göttingen, Mitarbeit am Dresdener Sonderforschungsbereich "Institutionalität und Geschichtlichkeit", seit März 2009 Professor für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt zur Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und früher Neuzeit in Kiel, August 2013 bis August 2015 geschäftsführender Direktor des Historischen Seminars der CAU. Herausgeber der Festschrift zum 350-jährigen Gründungsjubiläum der CAU und verantwortlich für das Kieler Gelehrtenverzeichnis – Kieler Professorinnen und Professoren 1919 bis 1965.

15. Oktober, Kieler Landeshaus

Olaf Mörke
Professor Olaf Mörke: „Verhältnis von Staat und Universität“

Das Verhältnis von Staat und Universität wird seit dem 19. Jahrhundert durch den Verfassungsgrundsatz der garantierten Freiheit von Forschung und Lehre in einem wesentlichen Grundzug konturiert. Die Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte – auch die der Universität Kiel – zeigt freilich eine große Spannbreite der Interpretation dieses Verfassungsgrundsatzes durch Gesellschaft und Staat einerseits, durch das Soziotop Universität andererseits. Dass er in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft völlig außer Kraft gesetzt worden war, ist nicht nur als Ergebnis eines den Universitäten auferlegten Oktrois zu sehen, sondern war wesentlich auch Resultat von Impulsen, die von maßgeblichen Teilen universitärer Meinungsträger mitgetragen wurden. Hier zeigt sich ein die Geschichte der Universität bestimmendes Grundproblem. Sie lebte und lebt einerseits von einer durch selbstbestimmte Kreativität blühenden Wissenschaft. Andererseits ist sie in ein differenziert gestaffeltes politisch-gesellschaftliches Interessen- und Wertesystem eingebunden. Die notwendigen Spielräume zur Entfaltung dieser Kreativität wurden im Wechselspiel normativer Impulse und materieller Interessen erstritten, gewährt, aufgegeben oder entzogen. Diesem Wechselspiel geht der Vortrag am Beispiel unserer Universität und ihrer Geschichte seit dem 17. Jahrhundert nach.

Ort: Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Parken: Das Parkhaus in der Reventlouallee ist bis 22 Uhr kostenfrei geöffnet. Am Düsternbrooker Weg muss bis 20 Uhr ein Parkticket gezogen werden.

Barrierefreiheit: Das Landeshaus ist barrierefrei zugänglich. Behindertentoiletten sind vorhanden und ausgeschildert.

Kurzvita Professor Olaf Mörke

Geboren 1952 in Weilburg/Lahn. Ab 1970 Studium an der Philipps-Universität in Marburg (Geschichte, Politikwissenschaften und Pädagogik, 1976 Erstes Staatsexamen). Danach zwei Jahre Promotionsstipendiat des Evangelischen Studienwerkes Villigst. Von 1978 bis 1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich "Spätmittelalter und Reformation" an der Universität Tübingen. Von 1985 bis 1996 zunächst Lehrbeauftragter, dann Mitarbeiter, Assistent und Oberassistent am Historischen Institut der Universität Gießen. 1992 und 1993 Fellow in Residence am Netherlands Institute for Advanced Study in Wassenaar (NL). 1995 Lehrstuhlvertretung an der Humboldt-Universität Berlin. Seit April 1996 in Kiel.

22. Oktober, Industrie- und Handelskammer zu Kiel

Gerhard Fouquet
Professor Gerhard Fouquet: „Woher das Geld nehmen zur Verbesserung der Universität? – Die Finanzen der Kieler Universität 1820 bis 1914“

Die Zusammenhänge zwischen staatlicher wie privater Finanzierung und den Entwicklungsmöglichkeiten der CAU auf dem Weg von einer im Verhältnis etwa zu Kopenhagen oder Göttingen sehr kleinen und traditionellen Hochschule zur Forschungsuniversität preußisch-deutschen Zuschnitts, wie sie sich in der Industrialisierung bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs ausbildete, sollen anhand der universitären Ökonomie dargestellt werden. Der Vortrag konzentriert sich auf die Zeit zwischen 1820 und 1914 und dabei vornehmlich auf überlieferte Haushaltspläne und staatliche Statistiken, wie sie sich mit einigen zeitlichen Lücken und in differenzierter Tiefenschärfe der Aufbereitung darbieten, sowie auf einige universitären Denkschriften und wenige Autobiographien. In dieser Beschränkung mögen sich auch die Defizite in der Erforschung der Finanzgeschichte der CAU ausdrücken, wie überhaupt die Geschichte der Wissenschafts- und Universitätsfinanzierung ein Defizit der allgemeinen Universitätsgeschichte darstellt.

Ort: IHK zu Kiel, Haus der Wirtschaft, Bergstraße 2, 24103 Kiel

Parken: Eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen steht in der Tiefgarage kostenfrei zur Verfügung.

Barrierefreiheit: Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Behindertentoiletten sind vorhanden und ausgeschildert.

Kurzvita Professor Gehard Fouquet

Gerhard Fouquet, geboren 1952, lehrt seit 1996 als Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Kiel. Von 2000 bis 2014 nacheinander Prodekan und Dekan der Philosophischen Fakultät, Prorektor und Präsident der Universität. Ehrendoktor der Dalhousie University in Halifax, Kannada. Mitherausgeber der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und des Jahrbuchs für Regionalgeschichte, Mitglied der Hamburger Akademie der Wissenschaften, des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte, der Commission Internationale pour l’Histoire des Villes und des Wissenschaftlichen Beirates des Istituto Internazionale di Storia economica F.Datini. Vorsitzender der Residenzenkommission der Göttinger Akademie der Wissenschaft seit 2014. Arbeitsschwerpunkt zurzeit Urbanisierungsgeschichte.

29. Oktober, Zoologisches Museum

Klaus Gereon Beuckers
Professor Klaus Gereon Beuckers: „Architektur ist gebautes Programm. Die Bauten der CAU im 20. Jahrhundert“

Die Bauten einer Universität spiegeln ihr Selbstverständnis und das Bild, das bauentscheidende Kräfte von der Universität haben. Die Kieler Universität hat in den 350 Jahren ihres Bestehens mehrfach bauliche Neuanfänge erlebt, unter denen die Verlagerung nach dem Zweiten Weltkrieg sicherlich besonders einschneidend war. Solche baulichen Neuanfänge gaben die Möglichkeit, mit der Architektur auf die gewandelten Bedürfnisse und Vorstellungen zu reagieren, was in Kiel alleine nach 1945 in drei großen Etappen geschehen ist. Die dabei entstandenen Bauten sind bis heute weitgehend erhalten und prägen das Erscheinungsbild der CAU. Der Vortrag geht den Leitmotiven der Kieler Universitätsbaugeschichte im 20. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Bauideen und der Einbettung in die zeitgenössischen Diskurse nach. Er möchte den Blick so für die jüngere Architektur vor allem in den Bereichen an der Olshausenstraße öffnen und zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit den Bauten anregen, in denen in Kiel universitäre Forschung und Lehre beheimatet sind.

Ort: Zoologisches Museum, Hegewischstraße 3, 24105 Kiel

Parken: Parkmöglichkeiten stehen eingeschränkt auf dem Parkdeck neben dem Museumsgebäude kostenpflichtig zur Verfügung. Zusätzliche Parkmöglichkeiten in öffentlichen Parkhäusern der näheren Umgebung gibt es im Parkhaus Jensendamm und im Parkhaus am Schloss.

Barrierefreiheit: Als denkmalgeschütztes Gebäude ist das Zoologische Museum für Rollstuhlfahrer und stark Gehbehinderte nicht zugänglich. Alle Stockwerke, einschließlich Erdgeschoss, sind nur über Treppen erreichbar, ein Aufzug und eine Behindertentoilette sind derzeit nicht verfügbar.

Kurzvita Professor Klaus Gereon Beuckers

Studium der Kunstgeschichte, Mittlere und Neue Geschichte, Vergleichende Religionswissenschaft sowie der Katholischen Theologie in Bonn, Köln und Mainz (Magister 1992, Promotion 1993). 1994 bis 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kölner Domgrabung, 1995 bis 2000 am Kunsthistorischen Institut der Universität Karlsruhe, dort 1999 Habilitation 1999. 2000 bis 2008 Hochschuldozent an der Universität Stuttgart, Lehrstuhlvertretungen an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe (2004 für Hans Belting) und der Stuttgarter Kunstakademie (2006 und 2007 für Hubert Locher), 2006 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor der Universität Stuttgart. 2008 Direktor des Landesmuseums für Klosterkultur in Dalheim (Westfalen), seit dem WS 2008 und 2009 Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte am Kunsthistorischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Forschungsschwerpunkte: Kunst des 9. bis 11. Jahrhunderts sowie nach 1945, diverse Veröffentlichungen auch zur Universitätsarchitektur.

05. November, GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Swantje Piotrowski
Swantje Piotrowski: „Die Kieler Professoren von 1665 bis 1815 – Zum wissenschaftlichen Wandlungsprozess des frühneuzeitlichen Gelehrten“

Der Vortrag betrachtet den Wandel des Wissenschaftsverständnisses vom 17. bis zum 20. Jahrhundert am Beispiel der Kieler Professoren. Bestand der Lehrkörper noch zur Gründungszeit der Universität aus einer kleinen Gruppe enzyklopädisch gebildeter Gelehrter, entwickelten sich die Hochschullehrer im Laufe der Jahrhunderte zu spezialisierten Wissenschaftlern und Forschern, wie sie auch heute noch an Universitäten zu finden sind. Von der Frühen Neuzeit bis in das 19. Jahrhundert hinein war es daher auch üblich die breit gebildeten Ordinarien in der Regel aufgrund ihrer sozialen oder regionalen Herkunft auf den Lehrstuhl zu berufen. Mit der Ausdifferenzierung der Fächer wurde zunehmend die wissenschaftliche Leistung und das Renommee im Wissenschaftsbetrieb als Einstellungskriterium definiert. Mit der Untersuchung der Sozialgestalt der Kieler Universität möchte der Vortrag entscheidende bildungs- und sozialgeschichtliche Entwicklungen aus der 350-jährigen Geschichte der Alma Mater beleuchten.

Ort: GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, Wischhofstr. 1-3, Gebäude 8, 24148 Kiel

Parken: Öffentliche Parkplätze gibt es in der Wischhofstraße, jedoch nicht direkt vor dem Gebäude.

Barrierefreiheit: Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Behindertentoiletten sind vorhanden und ausgeschildert.

Kurzvita Swantje Piotrowski

Swantje Piotrowski, Master of Arts, Jahrgang 1980, Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der CAU, 2006 bis 2009 als freie Mitarbeiterin in verschiedenen Museen und Kultureinrichtungen Schleswig-Holsteins tätig, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsprojekt Kieler Gelehrtenverzeichnis – Kieler Professorinnen und Professoren von 1919 bis 1965.

12. November, Sechseckbau Studentenwerk

Rainer S. Elkar
Professor Rainer S. Elkar: „Beteiligung und Verantwortung – Szenen einer studentischen Geschichte zu Kiel“

Das Ansehen einer Universität hing immer schon von ihrer wissenschaftlichen Qualität ab, die nicht zuletzt Studierende zu schätzen wussten. Bei allfälligen Jubiläen konzentrieren sich daher Festschriften meist darauf, berichten von Forschungen, Fakultäten und Fächern, von Professoren. So spielten die Studierenden gewiss keine Neben-, doch in der Regel keine Hauptrolle. Zur Universitätsgeschichte gehört freilich nicht nur die wissenschaftliche, sondern auch ihre politische und gesellschaftliche Dimension. Zuweilen konturiert sie sich in den Reihen der Studierenden sogar schärfer, weil jugendlicher und dementsprechend offener als Impuls, Umbruch, Erfolg, Fortschritt, Scheitern, Verhängnis und fortwährend neues Beginnen. Dabei werden die Studierenden als selbstständig politisch Handelnde gesehen in einer Gesellschaft, in der sie leben und in deren Verantwortung sie hineinwachsen.

Ort: Sechseckbau Studentenwerk, Westring 385, 24118 Kiel

Parken: Parkplätze stehen auf dem Parkplatz hinter der Mensa kostenfrei zur Verfügung.

Barrierefreiheit: Über die Mensa I ist der Zugang auch für Menschen mit Behinderungen möglich. Behindertengerechte Toiletten befinden sich ebenfalls in der Mensa I.

Kurzvita Professor Rainer S. Elkar

Rainer S. Elkar studierte in Würzburg, Freiburg im Breisgau und Hamburg Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte und Sozialkunde. Seine Hamburger Doktorarbeit widmete sich unter dem Titel „Junges Deutschland in polemischem Zeitalter“ einem Thema aus der schleswig-holsteinischen Bildungsgeschichte des 19. Jahrhunderts. An der Universität Siegen habilitierte er sich mit Studien zur Handwerksgeschichte. Ebenfalls in Siegen gehörte er zu den Gründern des Instituts für europäische Regionalforschungen. Bis zu seiner Pensionierung 2010 war er an der Universität der Bundeswehr München Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Von 2010 bis 2013 gehörte er auf Vorschlag der CAU dem Universitätsrat Schleswig-Holstein an.

19. November, Citykirche St. Ansgar

Gabriele Lingelbach
Professorin Gabriele Lingelbach: „Studentinnen, Wissenschaftlerinnen, Dozentinnen an der CAU: Frauen auf dem steinigen Weg in die Kieler Universität“

Heutzutage sind an der CAU Kiel mehr als die Hälfte der Studierenden weiblich – aber nur 16 Prozent der Professorenschaft. Damit liegt die Kieler Universität in Hinblick auf die Repräsentation von Frauen in den höchsten Positionen des Wissenschaftssystems deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Der Vortrag fragt nach den Ursachen dieses Rückstandes, indem auf die Anfänge des Frauenstudiums in Kiel ebenso eingegangen wird, wie auf die Situation der ersten Dozentinnen und Wissenschaftlerinnen, die hier Fuß fassen konnten. Ein besonderes Augenmerk gilt der spezifischen Entwicklung in der Nachkriegszeit.

Ort: Citykirche St. Ansgar, Holtenauer Straße 89, 24105 Kiel, Höhe Waitzstraße

Parken: Öffentliche Parkplätze sind in der Holtenauer Straße zu finden.

Barrierefreiheit: Der Veranstaltungsort ist barrierefrei über eine Rampe zugänglich. Behindertentoiletten sind vorhanden und ausgeschildert.

Kurzvita Professorin Gabriele Lingelbach

Nach ihrem Studium in Berlin und Paris promovierte Gabriele Lingelbach im Jahr 2000 mit einer Arbeit zur Historiographiegeschichte. Danach war sie Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Trier, wo sie 2007 mit einer Monographie zur Geschichte des bundesrepublikanischen Spendenwesens habilitierte. 2010 wurde sie zur Professorin für Globalgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Bamberg berufen. Seit 2013 hat sie den Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit an der Universität Kiel inne. Hier arbeitet sie insbesondere zu globalgeschichtlichen Themen, ein weiterer Schwerpunkt stellt die Geschichte von Menschen mit Behinderungen (disability history) dar.

26. November, Kunsthalle zu Kiel

Martin Göllnitz
Martin Göllnitz: „Zurück in die Zukunft? Die Geschichte der Kieler Universitätsschließungen“

Die immer wiederkehrende Gefahr von vorübergehenden Schließungen oder sogar permanenten Aufhebungen von Universitäten begleiten die Geschichte der deutschen Universität wie auch der Christiana Albertina seit jeher. Studentischer Protest, unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten und baufällige Kollegiengebäude führten seit der Gründung der Kieler Hochschule wiederholt zu kontroversen Debatten im Senat und in den verschiedenen Gremien, bisweilen sogar in der Politik. Ein „Universitätssterben“ konnte dabei durch das taktische Kalkül der Kieler Rektoren und prominente Unterstützer der Landesuniversität stets verhindert werden. Der Vortrag gewährt einen Überblick über die erfolgten Schließungen und geplanten Aufhebungen von 1665 bis heute.

Ort: Kunsthalle zu Kiel, Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel

Parken: Gebührenpflichtige Parkflächen stehen am Ostseekai zur Verfügung.

Barrierefreiheit: Der Veranstaltungsort ist barrierefrei über einen Fahrstuhl zugänglich. Behindertentoiletten sind vorhanden und ausgeschildert.

Kurzvita Martin Göllnitz

Martin Göllnitz studierte von 2009 bis 2014 die Fächer Geschichte und Germanistik (Master of Education) an der Christian-Albrechts-Universität und ist dort seit 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte der Expeditions- und Forschungsreisen sowie der Universitätsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Derzeit arbeitet er an seiner Dissertation zu den Kieler Studenten und ihren Funktionären im NS-Regime.

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